Hans Hass – Pirsch unter Wasser

Deutschland 1942 | Genre: Dokumentarfilm, Naturfilm, Reise, Tierwelt
Darsteller: Jörg Böhler, Herta Gindl, Hans Hass, Helli Servi, Alfred von Wurzian
Regie: Rudolf Schaad
Filmlänge: ca. 16 Minuten
Produktionsfirma: Ufa-Filmkunst GmbH (Berlin)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Drei Studenten aus Wien (Hass, Wurzian, Böhler) zogen in ihren Sommerferien aus, die Geheimnisse des tropischen Meeresgrundes zu erforschen. Es war der erste Versuch von Hans Hass, mit einer Schmalfilmkamera freischwimmend Aufnahmen unter Wasser zu machen. Alle im Rahmen dieses Films gezeigten Bilder von Fischen und Korallen sind solche Originalaufnahmen aus der Karibischen See. Ohne Atemgerät filmte Hans Hass Papageien- und Trompetenfischschwärme, Makrelen, Barrakudas, Zackenbarsche, Schildkröten und sogar einen Hammerhai. Der Krieg hat die drei mutigen Taucher in Curaçao überrascht. Auf abenteurlichen Fahrten rund um die ganze Welt sind sie erst nach 1 1/4 Jahren nach Wien zurückgekehrt.
Info: „Pirsch unter Wasser“ zeigt die beeindruckenden Anfänge des Unterwasserfilms. Lehrfilm ohne Spielhandlung.
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Frau im Mond

Deutschland 1929 | Genre: Science-Fiction, Stummfilm
Darsteller: Gerda Maurus, Willy Fritsch, Klaus Pohl, Gustav von Wangenheim, u.a.
Regie: Fritz Lang
Filmlänge: ca. 156 Minuten (Original) / ca. 92 Minuten (TV)
Produktionsfirma: Universum-Film AG (UFA) (Berlin)
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray
Inhalt: Professor Mangfeld glaubt fest daran, dass sich auf dem Mond riesige Goldmengen befinden. Unterstützung findet er bei Wolf Helius, der eine Rakete für die Fahrt zum Mond bauen lässt. Als Vertreter eines Syndikats, das den Goldmarkt kontrolliert, erzwingt der Amerikaner Turner seine Teilnahme, außerdem befinden sich der Ingenieur Windegger, seine Verlobte Friede sowie ein kleiner Junge als blinder Passagier an Bord. Nachdem sie auf dem Mond Gold gefunden haben, kommt es zu Auseinandersetzungen. Turner und Mangfeld sterben, die Rakete wird beschädigt. Helius will sich aufopfern, damit die anderen sicher zur Erde zurückkehren können. Friede bleibt heimlich mit ihm auf dem Mond zurück.
Info: Klassischer Stummfilm von Fritz Lang mit technischer Beratung des „Vaters“ der Weltraumfahrt, Hermann Oberth, in dem es um Goldvorkommen auf dem Mond, einen Flug dorthin und tödliche Auseinandersetzungen in diesem Zusammenhang geht. Nach der gleichnamigen Romanvorlage von Thea von Harbou.
Deutsche Erstaufführung: 15.10.1929

Opfergang

Deutschland 1942-1944 | Genre: Melodram, Literaturverfilmung
Darsteller: Carl Raddatz, Kristina Söderbaum, Irene von Meyendorff, Franz Schafheitlin, u.a.
Regie: Veit Harlan
Filmlänge: ca. 98 Minuten
Produktionsfirma: Ufa-Filmkunst GmbH (Berlin)
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray
Inhalt: Nach der Hochzeit mit seiner Cousine Octavia zieht Albrecht Froben in ein Haus, in dessen Nachbarschaft die attraktive Aels lebt. Ihre Freundschaft wird von Octavia akzeptiert. Nachdem Aels an einem alten Leiden erkrankt und bettlägerig ist, reitet Albrecht jeden Morgen an ihrem Fenster vorbei und grüßt sie durch eine bestimmte Geste. Als er selber wegen einer Typhuserkrankung dem Tode nahe ist, übernimmt Octavia das morgendliche Ritual, damit Aels sich nicht sorgt.
Info: Der Film wurde 1942/43 in Berlin, Wannsee, Potsdam, Hamburg, Rügen und auf Hiddensee gedreht, kam jedoch erst im Dezember 1944 zur Uraufführung. Nach der gleichnamigen Novelle von Rudolf G. Binding.
Anfang der 1940er Jahre war der hohe Stellenwert des Films in Deutschland ungebrochen. Der enorme Produktionsaufwand der neuen Farbfilme sollte die Leistungsfähigkeit der deutschen Filmindustrie auch in Kriegszeiten demonstrieren. Um Kosten zu sparen, drehte Veit Harlan IMMENSEE und OPFERGANG als Doppelproduktion. Die Dreharbeiten zu IMMENSEE begannen im Juni 1942, die zu OPFERGANG zwei Monate später. In beiden Melodramen spielten Carl Raddatz und Harlans Frau Kristina Söderbaum die Hauptrollen.

Kautschuk

Deutschland 1938 | Genre: Abenteuerfilm
Darsteller: René Deltgen, Vera von Langen, Gustav Diessl, Hans Nielsen, u.a.
Regie: Eduard von Borsody
Filmlänge: ca. 105 Minuten / ca. 100 Minuten (Prüffassung 1950)
Produktionsfirma: Universum-Film AG (UFA) (Berlin)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Der junge Engländer Henry Wickham bricht 1876 von Manaos aus zum Oberen Amazonas auf, um den Samen der Hevea (Gummibaum) zu sammeln, obwohl auf deren Ausfuhr oder Schmuggel in Brasilien die Todesstrafe steht. Nach einer gefährlichen Expedition durch den Amazonas-Dschungel, Sturm und Kampf mit einer Riesenschlange erreicht er sein Ziel, sammelt das wertvolle Saatgut ein und schafft es illegal außer Landes. Das brasilianische Kautschuk-Monopol ist für Großbritannien gebrochen.
Info: Der Film erzählt die Geschichte des Engländers Henry Wickham, der 1876 Kautschuksamen nach England schmuggelte, um das brasilianische Monopol zu brechen. Der Film erhielt das Prädikat „Staatspolitisch und künstlerisch wertvoll“.
In den Film eingearbeitet sind Szenen aus einem Dokumentarfilm über den Amazonas von Franz und Edgar Eichhorn. Diese boten den Film der UFA an, woraufhin das Drehbuch nach Franz E. Anders‘ (Pseudonym Franz Eichhorns) Roman „In der grünen Hölle“ geschrieben wurde.
Drehort: Babelsberg-Studios und Travemünde. Expeditionsaufnahmen (1935/36): Amazonasgebiet-Brasilien

Der laufende Berg

Deutschland 1941 | Genre: Heimatfilm, Literaturverfilmung, Drama
Darsteller: Hansi Knoteck, Paul Richter, Maria Andergast, Beppo Brem, u.a.
Regie: Hans Deppe
Filmlänge: ca. 90 Minuten
Produktionsfirma: Universum-Film AG (UFA) (Berlin)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Über menschliche Gegensätze und Eifersuchtskonflikte hinweg findet sich eine Dorfgemeinschaft im gemeinsamen Kampf gegen eine Naturkatastrophe.
Info: Es existieren private Farbfilmaufnahmen von den Film, die Eva Braun und ihr Gefolge während der Dreharbeiten machten. Heimatdrama nach  Ludwig Ganghofer.
Drehort: Hintersee bei Berchtesgarden, Dolomiten. Prädikat: Volkstümlich wertvoll

Der letzte Mann

Deutschland 1924 | Genre: Stummfilm, Melodram
Darsteller: Emil Jannings, Max Hiller, Maly Delschaft, Emilie Kurz, Georg John u. a.
Regie: F. W. Murnau
Filmlänge: ca. 74 Minuten
Untertitel: Der Hotelportier (AT)
Produktionsfirma: Union-Film der Universum-Film AG (Ufa) (Berlin)
Inhalt: Berlin, Jahrhundertwende. Der alte Portier des Luxushotels Adlon, der mit großem Engagement seinen Beruf ausübt und sich als ‚erster Mann‘ fühlt, muss seine Portierslivree ablegen. Damit bricht eine Welt zusammen. Denn mit der Uniform und der Stellung war er in der Hinterholfwelt, in der er lebte, eine geachtete Persönlichkeit. Zum Toilettenwärter degradiert, stiehlt er nachts die Uniform, um den Schein zu wahren. Am Hochzeitstag seiner Nichte kommt die Wahrheit ans Licht. Gedemütigt und gebrochen kehrt er zu den Toiletten zurück.
Info: Murnaus Film gehört zu den bedeutendsten künstlerischen Leistungen des Kinos in der Weimarer Republik, darüber hinaus zu den wenigen deutschen Filmen der zwanziger Jahre, die auch im europäischen Ausland und in den USA zu einem geschäftlichen Erfolg wurden. Höhepunkt des deutschen expressionistischen Stummfilms. Neuverfilmung 1955 mit Hans Albers.
Restaurierung
Die Restaurierung von „Der letzte Mann“ konnte in originaler Schnittfolge und bestmöglicher Bildqualität gelingen, da Materialien des Originalnegativs und Kopien der ersten Generation zur Verfügung standen. Ursprünglich gab es drei Originalnegative, die Mitte der 1920er Jahre für Deutschland, für den allgemeinen Export und für die USA hergestellt worden waren. Mit der Restaurierung von Murnaus Filmklassiker ging eine Wiederentdeckung des großen italienischen Filmkomponisten Giuseppe Becce einher, der 1924 die Filmmusik für „Der letzte Mann“ schrieb und die Entwicklung der deutschen Filmmusik jahrzehntelang mitbestimmte.
Auszeichnungen
1924: Prädikat: Volksbildend | Künstlerisch
1964: Prädikat: Besonders wertvol

Die Stadt der Millionen. Ein Lebensbild Berlins

Deutschland 1925 | Genre: Dokumentarfilm, Stummfilm, Zeitdokument
Darsteller: —
Regie: Adolf Trotz
Filmlänge: ca. 85 Minuten
Produktionsfirma: Universum-Film AG (UFA) (Berlin) (Kulturabteilung)
Info: zwei Jahre vor Walther Ruttmanns „Berlin. Die Symphonie der Großstadt“ aus dem Jahr 1927 entstand „Die Stadt der Millionen. Der Dokumentarfilm ist das erste abendfüllende Stadtporträt Berlins und zeigt den Alltag in ganz unterschiedlichen Vierteln der Stadt. Eine Zeitreise ins unzerstörte Berlin rund um das Schloss, die Tauentzienstraße oder den Potsdamer Platz. Enhält den Animationsfilm „Berlin im Jahr 2000“. Sehenswert.
Der erste längere Film über Berlin entstand bereits 1922: Berlins Entwicklung. Bilder vom Werdegang einer Weltstadt (R:Willy Achsel). Auch dieser Film wurde von der Kulturabteilung der Ufa hergestellt, allerdings nicht für eine Kinoauswertung, sondern als Lehrfilm für Schulen und sonstige Bildungszwecke.