Zolushka

UdSSR 1947 | Genre: Märchenfilm, Fantasy

Darsteller: Yanina Zhejmo, Aleksey Konsovskiy, Erast Garin, u.a.
Regie: Nadezhda Kosheverova, Mikhail Shapiro
Filmlänge: ca. 80 Minuten
Originaltitel: Золушка | Deutscher Titel: Aschenbrödel

Produktionsfirma: Lenfilm Studio (Sankt Petersburg)
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Eines Tages veranstaltet ein König in seinem Reich einen Ball, zu dem sich auch der Förster mit seiner Frau und deren beiden Töchtern Anna und Mariana aus erster Ehe begibt. Seine für den Ball noch zu junge leibliche Tochter bekommt unterdessen von der Stiefmutter Arbeit für einen ganzen Monat aufgetragen. Erst wenn Aschenbrödel diese erledigt hat, darf sie vom königlichen Park aus durch das Palastfenster die Tanzenden beobachten.
Dem fleißigen Aschenbrödel erscheint daraufhin eine Fee, die die Tiere der Umgebung dazu veranlasst die aufgetragene Arbeit zu verrichten. Sie verwandelt einen Kürbis in eine Kutsche, vier weiße Mäuse in vier Schimmel, eine Ratte in einen Kutscher und Aschenbrödels abgetragene Sachen in ein hübches Kleid, damit sie den Ball besuchen kann. Vom Lehrling der Fee bekommt sie zudem ein Paar Kristallschuhe geschenkt. Jedoch müsse sie bis Mitternacht wieder zu Hause sein, da sich dann all die verwandelten Dinge zurückverwandeln würden…
Info: am 1. Januar 2010 wurde eine restaurierte farbige Version im russischen Fernsehen gezeigt. Die Kosten beliefen sich auf 1 Million Dollar.
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Cosmic Journey

UdSSR 1936 | Genre: Science-Fiction, Stummfilm

Darsteller: Sergey Komarov, K. Moskalenko, Vassili Gaponenko, u.a.
Regie: Vasily Zhuravlyov
Filmlänge: ca. 65/70 Minuten
Originaltitel: Kosmicheskii reis | Deutscher Titel: Kosmische Reise

Produktionsfirma: Mosfilm
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: 1946, ein bärtiger Professor, eine hübsche Assistentin und ein kleiner Junge bestreiten die erste Reise zum Mond und erleben dort – wie zu erwarten – haarsträubende Abenteuer.
Info: Der letzte sowjetische Stummfilm entstand zu einer Zeit, als der Tonfilm sich schon längst durchgesetzt hatte. Der mit großem Aufwand und verblüffender Tricktechnik produzierte Science-Fiction-Film zeigt das fiktive Moskau des Jahres 1946, so wie Stalin es geplant, aber dann später nicht hat umsetzen können. Im Mittelpunkt steht eine erstaunlich realistische Reise im Raumschiff zum Mond. der Film wurde kurz nach seinem Kinostart aus politischen Gründen zurückgezogen und geriet in völlige Vergessenheit.

ВАЛЕРИЙ ЧКАЛОВ / Valery Chkalov

UdSSR 1941 | Genre: Biografie, Fliegerfilm
Darsteller: Michail Gelowani, S. Meshinski, Wladimir Belokurow, Wassili Wanin, K. Tarassowa, u.a.
Regie: Michail Kalatosow
Filmlänge: ca. 101 Minuten
Deutscher Titel: Valeri Tschkalow | Englischer Titel: Wings of Victory
Produktionsfirma: Lenfilm Studio
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Geschichte über das Leben eines sowjetischen Fliegers, der Wagemut und Kühnheit in den Dienst der Sache stellt.
Info: Biographie über Valeri Chkalov, einen sehr bekannten sowjetischen Piloten, der mehrere Rekordflüge über größte Distanzen absolvierte. 1937 absolvierte er die 12.000 Kilometer zwischen Moskau nach Vancouver in einem Non-Stop-Flug von 63 Stunden.

Морозко

UdSSR 1964 | Genre: Märchenfilm
Darsteller: Aleksandr Khvylya, Natalya Sedykh, Eduard Izotov, u.a.
Regie: Aleksandr Rou
Filmlänge: ca. 78 MInuten
Deutscher Titel: Abenteuer im Zauberwald / Väterchen Frost
Produktionsfirma: Kinostudiya imeni M. Gorkogo
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray
Inhalt: Es lebten einmal ein alter Mann und eine alte Frau. Sie hatten zwei Kinder. Nastjenka, ein überaus schönes und fleißiges Mädchen, war die Tochter des Alten. Doch von ihrer bösen Stiefmutter hörte sie nur Schelte, denn diese liebte nur ihre eigene Tochter, Martuschka. Doch Martuschka war faul und hässlich. Eines Tages begegnet Nastjenka im Wald dem eitlen Iwan. Der junge Mann ist ein Prahlhans und benimmt sich auch dem Waldmännlein gegenüber sehr hochmütig. Als er eine Bärenmutter töten will, verwandelt ihn der Geist in einem Bären. Das geschieht vor Nastjenkas Augen. Traurig und verzweifelt irrt der verzauberte Iwan nun durch die Wälder. Doch als er eine gute Tat vollbringt, gewinnt er seine menschliche Gestalt wieder. Fortan sucht er Nastjenka, in die er sich verliebt hat. Ehe sich die beiden glücklich in die Arme nehmen können, müssen sie viele Abenteuer mit Hexen, Tieren und Väterchen Frost bestehen.
Info: das Volksmärchen greift verschiedene Figuren und Geschichten der slawischen Folklore wie Väterchen Frost und die Hexe Baba Jaga auf. Weitere Märchen, die im Film aufgegriffen wurden, sind beispielsweise Der alte Steinpilz und Iwan der Bär.
Aufgrund der Titeländerung (Abenteuer im Zauberwald) wurde in Deutschland der komplette Vorspann (bis auf die Musik) geändert. Der Originaltitel des Films, Морозко (Morosko) ist einer der russischen Namen von Väterchen Frost. Im Original läuft der Vorspann vor dem Hintergrund winterlicher Motive (z.B. Eiskristalle) ab, im Deutschen sieht man an dieser Stelle einen grünen Wald.

Andrej Rubljow

Teil 1
Teil 2
UdSSR 1966 | Genre: Historienfilm

Darsteller: Anatoliy Solonitsyn, Ivan Lapikov, Nikolay Grinko, u.a.
Regie: Andrej Tarkowskij
Filmlänge: ca. 185 Minuten / ca. 205 Minuten (Original)
Originaltitel: Андрей Рублёв

Produktionsfirma: Mosfilm
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray

Inhalt: Rußland zu Beginn des 15. Jahrhunderts: Dem talentierten Ikonenmaler Andrej Rubljow fällt es zunehmend schwerer, die menschenverachtende Politik seiner Auftraggeber in Einklang mit seinen eigenen humanistischen Ideen zu bringen. Er stürzt in eine schöpferische Krise, zieht sich zurück und reflektiert über Möglichkeiten und Aufgaben des Künstlers in der Gesellschaft. Erst als er einen jungen Glockengießer bei der Arbeit beobachtet, wird er aus dem Zustand der Untätigkeit herausgerissen: seine Neuentdeckung der Freude an der Kreativität läßt ihn wieder Hoffnung schöpfen.
Info: Das 2-teilige monumentale Meisterwerk von Andrej Tarkowskij gilt als Meilenstein der Filmgeschichte und erzählt in mehreren Episoden die Lebensgeschichte des legendären altrussischen Ikonenmalers Andrej Rubljow. Der Film schildert den alltäglichen Kampf des an eher fortschrittlichen Idealen orientierten Malers zwischen Religionen und weltlichen Zweifeln. Rublijow wird Zeuge der kompromisslosen Macht- und Kriegspolitik seiner eigenen Auftraggeber. Selbstvorwürfe stürzen ihn in eine tiefe Schaffenskrise, er malt nicht mehr und legt ein Schweigegelübde ab. Er basiert lose auf der Lebensgeschichte des russischen Ikonenmalers Andrei Rubljow, der von ca. 1360 bis 1430 lebte.

Man with a Movie Camera

UdSSR 1929 | Genre: Dokumentarfilm, Stummfilm

Darsteller: Mikhail Kaufman
Regie: Dziga Vertov
Filmlänge: ca. 68 Minuten
Deutscher Titel: Der Mann mit der Kamera | Alternativtitel: Chelovek s kino-apparatom

Produktionsfirma: VUFKU
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray

Info: Eines der erstaunlichsten Filmdokumente seiner Zeit. Vertov dokumentiert den Tagesablauf einer großen sowjetischen Stadt und legt seinen Film als wegweisendes Experiment an. Er verzichtet auf narrative (literarische) und inszenierend-gestaltende (theatralische) Elemente und setzt allein auf die Wirkung der Montage. Filme sollten nach Vertos Überzeugung generell und ausnahmslos das „Leben so zeigen, wie es ist“; jede Art von Inszenierung war ihm Verfälschung und nur Verdummung des Publikums. „Der Mann mit der Kamera“ ist ein filmisches Manifest, von dessen avantgardistischem Wagemut das Kino als Kunstform weiterhin zehrt.
Drehort: Kharkov, Ukraine

U strakha glaza veliki 

UdSSR 1946 | Genre: Zeichentrick
Sprecher: Grigoriy Shpigel, u.a.
Regie: Olga Khodatayeva, Pyotr Nosov
Filmlänge: ca. 11 Minuten
Originaltitel: У страха глаза велики
Produktionsfirma: Soyuzmultfilm
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Es trug sich zu, daß die Katze in einem Walde dem Herrn Fuchs begegnete, und weil sie dachte „er ist gescheidt und wohl erfahren, und gilt viel in der Welt,“ so sprach sie ihm freundlich zu. „Guten Tag, lieber Herr Fuchs, wie gehts? wie stehts? wie schlagt ihr euch durch in dieser theuren Zeit?“ Der Fuchs, alles Hochmuthes voll, betrachtete die Katze von Kopf bis zu Füßen und wußte lange nicht ob er eine Antwort geben sollte. Endlich sprach er „O du armseliger Bartputzer, du buntscheckiger Narr, du Hungerleider und Mäusejäger, was kommt dir in den Sinn? du unterstehst dich zu fragen wie mirs gehe? was hast du gelernt? wie viel Künste verstehst du?“ „Ich verstehe nur eine einzige“ antwortete bescheidentlich die Katze. „Was ist das für eine Kunst?“ fragte der Fuchs. „Wenn die Hunde hinter mir her sind, so kann ich auf einen Baum springen und mich retten.“ „Ist das alles?“ sagte der Fuchs, „ich bin Herr über hundert Künste und habe überdies noch einen Sack voll Liste. Du jammerst mich, komm mit mir, ich will dich lehren wie man den Hunden entgeht.“ Indem kam ein Jäger mit vier Hunden daher. Die Katze sprang behend auf einen Baum und setzte sich in den Gipfel, wo Äste und Laubwerk sie völlig verbargen. „Bindet den Sack auf, Herr Fuchs, bindet den Sack auf,“ rief ihm die Katze zu, aber die Hunde hatten ihn schon gepackt und hielten ihn fest. „Ei, Herr Fuchs,“ rief die Katze, „ihr bleibt mit euern hundert Künsten stecken. Hättet ihr heraufkriechen können wie ich, so wärs nicht um euer Leben geschehen.“
Info: nachdem Volksmärchen „Der Fuchs und die Katze“ (The fox and the cat).