ВАЛЕРИЙ ЧКАЛОВ / Valery Chkalov

UdSSR 1941 | Genre: Biografie, Fliegerfilm
Darsteller: Michail Gelowani, S. Meshinski, Wladimir Belokurow, Wassili Wanin, K. Tarassowa, u.a.
Regie: Michail Kalatosow
Filmlänge: ca. 101 Minuten
Deutscher Titel: Valeri Tschkalow | Englischer Titel: Wings of Victory
Produktionsfirma: Lenfilm Studio
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Geschichte über das Leben eines sowjetischen Fliegers, der Wagemut und Kühnheit in den Dienst der Sache stellt.
Info: Biographie über Valeri Chkalov, einen sehr bekannten sowjetischen Piloten, der mehrere Rekordflüge über größte Distanzen absolvierte. 1937 absolvierte er die 12.000 Kilometer zwischen Moskau nach Vancouver in einem Non-Stop-Flug von 63 Stunden.
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Морозко

UdSSR 1964 | Genre: Märchenfilm
Darsteller: Aleksandr Khvylya, Natalya Sedykh, Eduard Izotov, u.a.
Regie: Aleksandr Rou
Filmlänge: ca. 78 MInuten
Deutscher Titel: Abenteuer im Zauberwald / Väterchen Frost
Produktionsfirma: Kinostudiya imeni M. Gorkogo
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray
Inhalt: Es lebten einmal ein alter Mann und eine alte Frau. Sie hatten zwei Kinder. Nastjenka, ein überaus schönes und fleißiges Mädchen, war die Tochter des Alten. Doch von ihrer bösen Stiefmutter hörte sie nur Schelte, denn diese liebte nur ihre eigene Tochter, Martuschka. Doch Martuschka war faul und hässlich. Eines Tages begegnet Nastjenka im Wald dem eitlen Iwan. Der junge Mann ist ein Prahlhans und benimmt sich auch dem Waldmännlein gegenüber sehr hochmütig. Als er eine Bärenmutter töten will, verwandelt ihn der Geist in einem Bären. Das geschieht vor Nastjenkas Augen. Traurig und verzweifelt irrt der verzauberte Iwan nun durch die Wälder. Doch als er eine gute Tat vollbringt, gewinnt er seine menschliche Gestalt wieder. Fortan sucht er Nastjenka, in die er sich verliebt hat. Ehe sich die beiden glücklich in die Arme nehmen können, müssen sie viele Abenteuer mit Hexen, Tieren und Väterchen Frost bestehen.
Info: das Volksmärchen greift verschiedene Figuren und Geschichten der slawischen Folklore wie Väterchen Frost und die Hexe Baba Jaga auf. Weitere Märchen, die im Film aufgegriffen wurden, sind beispielsweise Der alte Steinpilz und Iwan der Bär.
Aufgrund der Titeländerung (Abenteuer im Zauberwald) wurde in Deutschland der komplette Vorspann (bis auf die Musik) geändert. Der Originaltitel des Films, Морозко (Morosko) ist einer der russischen Namen von Väterchen Frost. Im Original läuft der Vorspann vor dem Hintergrund winterlicher Motive (z.B. Eiskristalle) ab, im Deutschen sieht man an dieser Stelle einen grünen Wald.

Andrej Rubljow

Teil 1
Teil 2
UdSSR 1966 | Genre: Historienfilm

Darsteller: Anatoliy Solonitsyn, Ivan Lapikov, Nikolay Grinko, u.a.
Regie: Andrej Tarkowskij
Filmlänge: ca. 185 Minuten / ca. 205 Minuten (Original)
Originaltitel: Андрей Рублёв

Produktionsfirma: Mosfilm
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray

Inhalt: Rußland zu Beginn des 15. Jahrhunderts: Dem talentierten Ikonenmaler Andrej Rubljow fällt es zunehmend schwerer, die menschenverachtende Politik seiner Auftraggeber in Einklang mit seinen eigenen humanistischen Ideen zu bringen. Er stürzt in eine schöpferische Krise, zieht sich zurück und reflektiert über Möglichkeiten und Aufgaben des Künstlers in der Gesellschaft. Erst als er einen jungen Glockengießer bei der Arbeit beobachtet, wird er aus dem Zustand der Untätigkeit herausgerissen: seine Neuentdeckung der Freude an der Kreativität läßt ihn wieder Hoffnung schöpfen.
Info: Das 2-teilige monumentale Meisterwerk von Andrej Tarkowskij gilt als Meilenstein der Filmgeschichte und erzählt in mehreren Episoden die Lebensgeschichte des legendären altrussischen Ikonenmalers Andrej Rubljow. Der Film schildert den alltäglichen Kampf des an eher fortschrittlichen Idealen orientierten Malers zwischen Religionen und weltlichen Zweifeln. Rublijow wird Zeuge der kompromisslosen Macht- und Kriegspolitik seiner eigenen Auftraggeber. Selbstvorwürfe stürzen ihn in eine tiefe Schaffenskrise, er malt nicht mehr und legt ein Schweigegelübde ab. Er basiert lose auf der Lebensgeschichte des russischen Ikonenmalers Andrei Rubljow, der von ca. 1360 bis 1430 lebte.

Man with a Movie Camera

UdSSR 1929 | Genre: Dokumentarfilm, Stummfilm

Darsteller: Mikhail Kaufman
Regie: Dziga Vertov
Filmlänge: ca. 68 Minuten
Deutscher Titel: Der Mann mit der Kamera | Alternativtitel: Chelovek s kino-apparatom

Produktionsfirma: VUFKU
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray

Info: Eines der erstaunlichsten Filmdokumente seiner Zeit. Vertov dokumentiert den Tagesablauf einer großen sowjetischen Stadt und legt seinen Film als wegweisendes Experiment an. Er verzichtet auf narrative (literarische) und inszenierend-gestaltende (theatralische) Elemente und setzt allein auf die Wirkung der Montage. Filme sollten nach Vertos Überzeugung generell und ausnahmslos das „Leben so zeigen, wie es ist“; jede Art von Inszenierung war ihm Verfälschung und nur Verdummung des Publikums. „Der Mann mit der Kamera“ ist ein filmisches Manifest, von dessen avantgardistischem Wagemut das Kino als Kunstform weiterhin zehrt.
Drehort: Kharkov, Ukraine

U strakha glaza veliki 

UdSSR 1946 | Genre: Zeichentrick
Sprecher: Grigoriy Shpigel, u.a.
Regie: Olga Khodatayeva, Pyotr Nosov
Filmlänge: ca. 11 Minuten
Originaltitel: У страха глаза велики
Produktionsfirma: Soyuzmultfilm
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Es trug sich zu, daß die Katze in einem Walde dem Herrn Fuchs begegnete, und weil sie dachte „er ist gescheidt und wohl erfahren, und gilt viel in der Welt,“ so sprach sie ihm freundlich zu. „Guten Tag, lieber Herr Fuchs, wie gehts? wie stehts? wie schlagt ihr euch durch in dieser theuren Zeit?“ Der Fuchs, alles Hochmuthes voll, betrachtete die Katze von Kopf bis zu Füßen und wußte lange nicht ob er eine Antwort geben sollte. Endlich sprach er „O du armseliger Bartputzer, du buntscheckiger Narr, du Hungerleider und Mäusejäger, was kommt dir in den Sinn? du unterstehst dich zu fragen wie mirs gehe? was hast du gelernt? wie viel Künste verstehst du?“ „Ich verstehe nur eine einzige“ antwortete bescheidentlich die Katze. „Was ist das für eine Kunst?“ fragte der Fuchs. „Wenn die Hunde hinter mir her sind, so kann ich auf einen Baum springen und mich retten.“ „Ist das alles?“ sagte der Fuchs, „ich bin Herr über hundert Künste und habe überdies noch einen Sack voll Liste. Du jammerst mich, komm mit mir, ich will dich lehren wie man den Hunden entgeht.“ Indem kam ein Jäger mit vier Hunden daher. Die Katze sprang behend auf einen Baum und setzte sich in den Gipfel, wo Äste und Laubwerk sie völlig verbargen. „Bindet den Sack auf, Herr Fuchs, bindet den Sack auf,“ rief ihm die Katze zu, aber die Hunde hatten ihn schon gepackt und hielten ihn fest. „Ei, Herr Fuchs,“ rief die Katze, „ihr bleibt mit euern hundert Künsten stecken. Hättet ihr heraufkriechen können wie ich, so wärs nicht um euer Leben geschehen.“
Info: nachdem Volksmärchen „Der Fuchs und die Katze“ (The fox and the cat).

The Stone Flower

UdSSR 1946 | Genre: Folklorefilm, Sagenfilm
Darsteller: Vladimir Druzhnikov, Yekaterina Derevshchikova, Tamara Makarova, u.a.
Regie: Aleksandr Ptushko
Filmlänge: ca. 83 Minuten
Originaltitel: Каменный цветок | Deutscher Titel: Die steinerne Blume 
Produktionsfirma: Mosfilm Studio
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Der ehemalige Hirtenknabe Danilo hat es weit gebracht. Ein Steinmetz nimmt ihn bei sich auf und bringt ihm das Handwerk bei. Als der alte Mann erkrankt, will der Junge sein Können verbessern, um seinen Meister einmal ersetzen zu können. Er hört von der Sage der steinernen Blume, die der Sage nach dem, der sie findet, alle Geheimnisse der Kunst offenbaren wird. Auf seiner Suche gelangt er in das Reich und den Bann der Bergkönigin, die ihn zwingt, bei ihr zu bleiben und nie wieder zu den Menschen zurück zu kehren. Doch seine Verlobte macht sich auf den Weg, Danilo zu retten.
Info: nach einer alten russischen Geschichte entstand dieser erstaunliche Kinderfilm bereits 1946 und gewann auf dem ersten Film Festival in Cannes den Preis als bester Farbfilm.
Pressetext: Die steinerne Blume erlebte am 28. April 1946 in der Sowjetunion seine Premiere und kam am 8. April 1947 in Berlin als deutsche Erstaufführung in die Kinos, wobei er im Original mit Untertiteln gezeigt wurde. „Der russische Farbfilm brachte in Berlin eine organisatorische Neuerung, die viel besprochen und allgemein begrüßt wird. Der erste Schritt zur Aufhebung der Sektorengrenzen wurde getan, jedenfalls so weit es den Film betrifft: ‚Die steinerne Blume‘ lief in allen Sektoren gleichzeitig an, besonders festlich in der Staatsoper herausgebracht“ (Der Spiegel 1947)

The Striped Voyage

Sowjetunion 1961 | Genre: Komödie
Darsteller: Aleksei Gribov, Ivan Dmitriev, Margarita Nazarova, Jewgeni Leonow, u.a.
Regie: Vladimir Fetin
Filmlänge: ca. 84 Minuten
Deutscher Titel: Rette sich, wer kann! | Originaltitel: Polosatyy reys / ПОЛОСАТЫЙ РЕЙС
Produkitionsfirma: Lenfilm Studio (Leningrad)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Alles fängt damit an, dass Schulejkin schreckliches Heimweh hat und nicht merkt, wie er in seine Misere schlittert.Plötzlich befindet er sich zusammen mit zehn Tigern und einem Löwen auf hoher See. Er war als Frachtbegleiter auf das Schiff gekommen, ohne zu wissen, was die Fracht ist. Schließlich stellt sich heraus, dass er die gefährliche Aufgabe eines Tierbändigers hat. Nun heißt es: Augen zu und durch! Womit Schulejkin nicht gerechnet hat,sind die frechen Streiche eines jungen Schimpansen.Dieser hat sich als blinder Passagier an Bord geschlichen und die Raubkatzen frei gelassen. Die Besatzung gerät in Panik und alles versteckt sich wild auf dem gesamten Schiff. Die Kunst eines Dompteurs ist nun gefragt.
Info: Die Vorgeschichte der turbulenten Filmkomödie aus dem Leningrader Filmstudio begann 1959 mit dem Staatsbesuch des äthiopischen Kaisers Haile Selassie I in der UdSSR. Er war Gast einer Zirkusvorstellung und bewunderte Margarita Nazarowa und ihre Tiger-Dressur. Daraufhin wandte sich Parteichef Nikita Chruschtschow persönlich an die Filmstudios des Landes: Es müsse umgehend ein Film über die großartige Dompteurin gemacht werden. Für den beliebten Komiker Jewgeni Leonow war die Rolle des Schulejkin wie auf den Leib geschnitten.