So ein Millionär hat’s schwer

Österreich 1958 | Genre: Verwechslungskomödie, Schlagerfilm

Darsteller: Peter Alexander, Heinz Erhardt, Loni Heuser, Germaine Damar, u.a.
Regie: Géza von Cziffra
Filmlänge: ca. 93 Minuten

Produktionsfirma: Österreichische Film GmbH (Öfa) (Wien)
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Multimillionär Edward Collins lebt in einer Villa an der Riviera, obwohl er das einfache Leben mag und um seiner selbst, nicht des Geldes wegen geliebt werden möchte. Als seine Verlobte Alice ihren Geliebten mit Edwards Geld sanieren möchte, wendet er sich enttäuscht vom Jet Set ab. In einem Lokal lernt er die bescheidene Kellnerin Ninette kennen. Um sie zu prüfen, gibt er sich als armer Tropf aus und tauscht die Rollen mit seinem Diener Alfons, der als gute Seele und schlauer Fuchs die Reise ins Eheglück bestens arrangiert.
Info: eine ausgelassene Verwechslungskomödie mit Paraderollen für Peter Alexander als singenden verliebten Millionär und Heinz Erhardt als treu ergebenen Millionärsdiener. Die Westfälische Rundschau Dortmund schrieb 1959: „Der Dialog ist spritzig, die Musik von Heinz Gietz schwungvoll und lustig. Und sie wird von Peter Alexander so charmant serviert. Heinz Ehrhardt sieht man in einer großen Rolle, in der er seine Pointen nur so purzeln lassen kann.“
Lieder: „Hab’n sie nicht ein schönes großes Faß da?“ (Erhardt), „Tun sie’s nicht!“, „Fabelhaft!“, „Es war ein Musikant“ und „Venga, Venga Musica!“ (alle Alexander).
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Der Grosse Apache

USA 1954 | Genre: Western, Indianerfilm

Darsteller: Burt Lancaster, Jean Peters, John McIntire, u.a.
Regie: Robert Aldrich
Filmlänge: ca. 91 Minuten
Originaltitel: Apache

Produktionsfirma: Hecht-Lancaster Productions
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray

Inhalt: Nach Jahren des Krieges mit den Weißen will der junge Apachen-Krieger Massai (Burt Lancaster) die Niederlage seines Stammes nicht akzeptieren. Noch während der Kapitulation durch Häuptling Geronimo eröffnet er das Feuer. Deshalb soll er mit seinen Stammesbrüdern nach Florida deportiert werden. Doch Massai gelingt die Flucht. Vom Hass auf seine weißen Peiniger getrieben, nimmt er den Kampf alleine wieder auf. Bis ihn die Aussicht auf Liebe und Familie zur Umkehr zwingt…
Info: Regisseur Robert Aldrich („Das dreckige Dutzend“, „Der Flug des Phönix“) gelang zusammen mit Schauspiel-Ikone Burt Lancaster („Der Leopard“) bereits 1954 einer der besten Indianer-Western aller Zeiten. Als Plädoyer nicht nur für die amerikanischen Ureinwohner, sondern auch als Dokument der Entfremdung vom eigenen Land, verkörpert „Massai“ den seltenen Fall eines Edelwesterns, dessen Anspruch wohl ebenso groß ist wie seine Bildgewalt.

Trenck, der Pandur

Deutschland 1940 | Genre: Historienfilm

Darsteller: Hans Albers, Käthe Dorsch, Sybille Schmitz, Hans Nielsen, u.a.
Regie: Herbert Selpin
Filmlänge: ca. 94 Minuten

Produktionsfirma: Tobis-Filmkunst GmbH (Berlin)
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Franz Freiherr von der Trenck kämpft 1748 mit einem von ihm selbst aufgestellten Reiterregiment für die österreichische Kaiserin Maria Theresia gegen die Franzosen. Er verscherzt sich die Gunst der Kaiserin, als er die dem russischen Fürsten Solowjew zugedachte Prinzessin Deinartstein als Kornett getarnt in seine Einheit aufnimmt. Da er den Russen als Spion enttarnt und den Franzosen einen tollkühnen Streich spielt, verzeiht ihm die Kaiserin die Alleingänge. Trenck heiratet die Prinzessin.
Info: Um diese Geschichte aus dem österreichisch-französischen Krieg, die den Hauptteil ausmacht, sind kleinere Episoden mit Hans Albers als junger und alter Trenck (1711 – 1749) und als preußischen Namensvetter Friedrich von der Trenck eingefügt. Unter der bewährt flotten Regie von Leib- und Magenregisseur Herbert Selpin („Wasser für Canitoga“) spielte Albers draufgängerisch wie stets seine erste Kostümrolle. Das Loblied auf pralles Soldatentum kam 1953 stark gekürzt erneut in die deutschen Kinos. Als schlaue Prinzessin spielte Ufa-Star Sybille Schmitz.
Dem Regiededüt von Herbert Selpin mit der Komödie „Chauffeur Antoinette“ im Jahre 1931 folgen Arbeiten in verschiedenen Genres wie dem Heimatfilm, dem Abenteuerfilm und auch dem Propagandafilm. Zu seinen bekanntesten Werken gehört „Wasser für Canitoga“ mit Hans Albers und natürlich Titanic. Während der Dreharbeiten zu „Titanic“ kommt es zu Auseinandersetzungen mit seinem langjährigem Drehbuchautor Walter Zerlett-Olfenius, die in einen Streit über die deutsche Wehrmacht münden. Herbert Selpin wird schließlich von Walter Zerlett-Olfenius denunziert und anschließend verhaftet. Er stirbt in der Nacht zum 1.August 1942.

Reise ins Ehebett

DDR 1966 | Genre: Musikfilm, Komödie

Darsteller: Anna Prucnal, Claus Jurichs, Eva-Maria Hagen, Günther Simon, u.a.
Regie: Joachim Hasler
Filmlänge: ca. 89 Minuten

Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Der Bootsmann eines 5000-Tonners der Handelsmarine ist ein guter Seemann, aber ein Filou, der in jedem Hafen eine Braut hat. Das soll anders werden, und dazu muss er in feste Hände. Zu dem Zweck nimmt der Kapitän auf der Tour von Rostock nach Leningrad die polnische Journalistin Eva mit an Bord. Da taucht ein blinder Passagier auf – Marylou aus der Hafenbar ist dem Bootsmann gefolgt. Die beiden Frauen finden heraus, was gespielt wird, und verbünden sich gegen die Männer. Am Ende gibt es eine Doppelhochzeit.
Info: Der größte DDR-Kinoerfolg 1966, als fast die gesamte Jahresproduktion, darunter „Spur der Steine“, vom ZK der SED verboten wurde. Schlagersänger Frank Schöbel („Wie ein Stern“) gab seinen Einstand als Filmschauspieler, war später unter anderem im Musical „Heißer Sommer“ (1968) und in der Komödie „Nicht schummeln, Liebling“ (1971) an der Seite seiner Lebens-, Schlager- und Filmpartnerin Chris Doerk zu sehen. Marylou wird von Eva-Maria Hagen gespielt, seit „Vergesst mir meine Traudel nicht“ (1957) die „Brigitte Bardot der DDR“.

Trübe Wasser

Frankreich/DDR 1960 | Genre: Drama, Literaturverfilmung

Darsteller: Madeleine Robinson, Jean-Claude Pascal, Clara Gansard, u.a.
Regie: Louis Daquin
Filmlänge: ca. 102 Minuten
Originaltitel: Les arrivistes | Die im Trüben fischen (BRD)

Produktionsfirma: Société Nouvelle Pathé Cinéma, DEFA
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Man schreibt das Jahr 1821. Der verarmte und von seiner Geliebten verlassene Ex-Offizier Philippe Bridau kennt nur eine Leidenschaft: das Geld. Auf unehrenhafte Weise hat er sich bereits ein Vermögen ergaunert. Jetzt will er auch an den Reichtum seines Onkels Rouget heran, wozu ihm jedes Mittel recht ist. Wer Bridau bei der Verfolgung seines Zieles im Wege steht, den beseitigt er skrupellos – allen voran Rouget. Bridau heiratet dessen Erbin Flore, entledigt sich ihrer wieder und hat es schon auf das Geld einer anderen Dame abgesehen. Doch dann wendet sich das Blatt dramatisch …
Info: Mitte der 50er-Jahre versuchte die DEFA, ihr internationales Renommee aufzubessern, indem sie Koproduktionen mit französischen Partnern realisierte. Literarische Vorlage: de Balzac, Honoré: „La Rabouilleuse“, Roman

Die Brüder Karamasow

USA 1958 | Genre: Literaturverfilmung

Darsteller: Yul Brynner, Maria Schell, Claire Bloom, u.a.
Regie: Richard Brooks
Filmlänge: ca. 145 Minuten
Deutscher Titel: The Brothers Karamazov

Produktionsfirma: Avon Productions
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Fjodor Karamasow hat außer dem unehelich geborenen Smerdjakow noch drei Söhne: Dimitri, Iwan und Aljoscha. Als der zügellose Vater ermordet wird, gerät dessen ältester Sohn Dimitri unter Tatverdacht. Das Erbe und die Liebe zu Fjodors junger Braut Gruschenka gaben Anlass für heftige Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn. Der stark verschuldete Dimitri wird verhaftet und vor Gericht gestellt. Von den Brüdern glaubt besonders der Jüngste, der Mönch Aljoscha, an Dimitris Unschuld …
Info: der Film basiert auf dem Roman Die Brüder Karamasow des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski.

Der Prozeß wird vertagt

DDR 1958 | Genre: Kriminalfilm, Drama

Darsteller: Gisela Uhlen, Raimund Schelcher, Gerhard Bienert, Gerry Wolff, u.a.
Regie: Herbert Ballmann
Filmlänge: ca. 97 Minuten
Arbeitstitel: Michaels Rückkehr

Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: 1955 kehrt der in der Nazi-Zeit emigrierte Jude Michael Vierkant aus dem Ausland in die Bundesrepublik Deutschland zurück, um die Verurteilung des damaligen Denunzianten Korn zu erwirken, der für die Ermordung seiner Schwester verantwortlich war. Korn ist wieder in Amt und Würden; Michaels Bemühungen blieben erfolglos. Es kommt zur direkten Auseinandersetzung zwischen den beiden, wobei Michael Korn in Notwehr erschießt. Er flieht und wird von der jungen, zurückgezogen lebenden Künstlerin Maria Jäger versteckt, dann doch von der Polizei gestellt und des vorsätzlichen Mordes angeklagt. Der Kriminalpolizei wird der Fall vom Verfassungsschutz aus der Hand genommen, der einen politischen Racheakt in kommunistischem Auftrag konstruiert. Michael gelingt es, aus dem Gefängnis zu entkommen. Maria und deren Freunde organisieren eine Pressekonferenz, auf der Michael die Zusammenhänge offenlegt. Der Prozeß wird vertagt.
Info: der Kampf eines heimgekehrten Juden um sein Recht im Justizapparat der Bundesrepublik. Film nach der Novelle „Michaels Rückkehr“ von Leonhard Frank.