König Drosselbart

DDR 1965 | Genre: Märchenfilm
Darsteller: Manfred Krug, Karin Ugowski, Martin Flörchinger, Evamaria Heyse, u.a.
Regie: Walter Beck
Filmlänge: ca. 72 Minuten
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray
Inhalt: Prinzessin Roswitha ist kein Freier gut genug, einen verspottet sie als König Drosselbart. Ungehalten verkündet König Löwenzahn, sie müsse den ersten Bettelmann, der an der Pforte klopft, ehelichen. Das ist, als Spielmann verkleidet, kein anderer als König Drosselbart. Um Roswitha von ihrer Überheblichkeit zu kurieren, zwingt er sie zu arbeiten. Auf dem Markt zerstört ein wilder Reiter ihre Krüge. Roswitha verliert ihren Stolz, verdingt sich als Magd im Schloss von König Drosselbart, der sich ihr offenbart. Die richtige Hochzeit wird gefeiert.
Info: Die Märchenverfilmung „König Drosselbart“ besticht durch die hervorragenden Hauptdarsteller Karin Ugowski als Prinzessin Roswitha und Manfred Krug, der seinen ganzen Charme und Gesang in den Spielmann Drosselbart einbringt. Nach den Gebrüdern Grimm.

Signale – Ein Weltraumabenteuer

DDR/Polen 1970 | Genre: Science-Fiction, Weltraumabenteuer
Darsteller: Piotr Pawlowski, Gojko Mitić, Alfred Müller, Irena Karel, Helmut Schreiber, u.a.
Regie: Gottfried Kolditz
Filmlänge: ca. 91 Minuten
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg), Przedsiebiorstwo Realizacji Filmów (Warschau)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: 21. Jahrhundert. Alarm im Weltraum! Das Forschungsraumschiff IKAROS sendet keine Signale mehr. Es bleibt trotz unermüdlicher Suche unauffindbar. Doch die kleine Rakete LAIKA, die unbemannte Sonden im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter kontrolliert, empfängt ein sonderbares Rauschen. Zeichen anderer vernunftbegabter Wesen oder eine Nachricht der gesuchten IKAROS? Kommandant Veikko sucht mit seiner Mannschaft nach einer Lösung. Als auf dem Radarschirm das Wrack der IKAROS auftaucht, von deren Besatzung jedoch jede Spur fehlt, geht die Angst um: Gibt es eine neue Bedrohung aus dem Weltraum? Nur Kommandant Veikko ist überzeugt, dass Wesen auf einem hoch entwickelten technischen Niveau vorsintflutliche Verhaltensweisen der Aggression und Feindschaft längst überwunden haben. Er hofft, die Besatzung der IKAROS retten zu können.
Info: 10 Jahre nach dem utopischen Film „Der schweigende Stern“ (Regie Kurt Maetzig) präsentierte die DEFA einen zweiten Film dieses Genres, der in Zusammenarbeit mit einem Filmstudio in Warschau entstand.
Trailer: Im Staub der Sterne

Kein Hüsung

DDR 1954 | Genre: Literaturverfilmung
Darsteller: Eva Kotthaus, Rudolf H. Krieg, Willy A. Kleinau, Rudolf Klix, u.a.
Regie: Arthur Pohl
Filmlänge: ca. 94 Minuten
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Mecklenburg, 19.Jahrhundert. Seit Generationen bearbeitet die Bauernfamilie Brand ein Stück Land – als Pächter des Barons, dem fast der ganze Boden des Dorfes gehört. Der Baron entstammt selbst einer Bauernfamilie, die durch Korruption reich geworden war und geadelt wurde. Er ist der unumschränkte Potentat, keiner wagt ihm zu widersprechen, er nimmt sich, was er will, macht mit seinen Maßlosigkeiten vor niemanden halt. Zugleich ist er Mittelpunkt des kleinbürgerlichen, bigotten „gesellschaftlichen Lebens“. Johann, der Pferdeknecht, möchte Mariken Brand heiraten und erbittet vom Baron ein Stück Land, um sich eine eigene Existenz aufbauen zu können. Der Herr aber ist hart, er verweigert ihm nicht nur den Boden, sondern erhöht gleichzeitig die Pacht. Johann lehnt sich auf, versucht die Bauern aus dem Dorf aus ihrer Lethargie zu reißen – vergebens. Erst als Mariken stirbt, schlägt die Stimmung um. Es kommt zum Bauernaufstand, und Johann tötet den Baron.
Info: bereits 1952 hatte Hans-Georg Rudolph mit der Verfilmung von Kein Hüsung begonnen. Das Drehbuch stammte ebenfalls von Ehm Welk, die Hauptdarsteller waren Robert Zimmerling (Johann) und Liane Croon (Mariken). Die Filmbauten stammen von Oskar Pietsch. Der Film betonte das revolutionäre Element und wich dabei von der zugrundeliegenden Verserzählung ab – am Ende sollte es zu einem Bauernaufstand kommen, bei dem Johann den Baron tötet. Nach ersten abgedrehten Szenen wurde die Arbeit am Film jedoch im Dezember 1952 abgebrochen, da der Film zu episch angelegt sei und Kameraarbeit und Schauspieler nicht überzeugten. Die Szenen des ersten Verfilmungsversuchs der DEFA gelten als vernichtet. Der Interministerielle Ausschuß für Ost-West-Filmfragen verbot die Aufführung in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Störenfriede

DDR 1953 | Genre: Kinderfilm
 
Darsteller: Edgar Bennert, Sonja Haacker, Charlotte Küter, Maria Rouvel, u.a.
Regie: Wolfgang Schleif
Filmlänge: ca. 92 Minuten
 
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Franz und Schorsch sind der Schrecken der Schule. Ständig zu Unfug bereit, stören sie permanent den Unterricht. Der gutmütige Lehrer Bohle hat längst aufgegeben, und der Rest der Klasse sieht tatenlos zu. Nur die neue Schülerin Vera greift ein. Sie versucht, den Jungen ins Gewissen zu reden, jedoch ohne Erfolg. Doch dann findet sie heraus, wie sehr sich Franz und Schorsch für Eisenbahnen interessieren und nutzt dieses Interesse, um den Tatendrang der Jungen in neue Bahnen zu lenken. Zusammen mit ihrem Vater organisiert sie für die Klasse eine Besichtigung des Lokomotivwerks der Stadt. So schafft sie es, die beiden davon zu überzeugen, ihr Dasein als Störenfriede aufzugeben.
Info: Die Störenfriede war der erste DEFA-Kinderfilm in Farbe und der dritte Farbfilm der DEFA. Mit rund 4,4 Millionen Zuschauern gehört der Kinderfilm zu den erfolgreichsten der DEFA.
Drehort: Schwerin und Babelsberger Defa-Studios

Nelken in Aspik

DDR 1976 | Genre: Komödie, Satire
Darsteller: Armin Mueller-Stahl, Helga Sasse, Erik S. Klein, Helga Göring, u.a.
Regie: Günter Reisch
Filmlänge: ca. 94 Minuten
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Werbezeichner Wolfgang Schmidt ist zwar untalentiert, hat sich durch sein Redetalent aber dennoch einige Ämter im Haus der Werbung verschaffen können. Damit ist jedoch nach dem Verlust zweier Schneidezähne erstmal Schluss: Schmidt schämt sich ob seiner Zahnlücken und beschließt, lieber den Mund zu halten. Sein Schweigen wird allseits als Zeichen höherer Intelligenz gewertet, und so beginnt Schmidts unfreiwilliger beruflicher Aufstieg, der ihm zwischenzeitlich sogar den Posten des Generaldirektors einbringt, bevor sein Stern wieder sinkt und er endlich eine Stelle bekommt, die seinem Talent entspricht.
Info: Nelken in Aspik erlebte am 24. September 1976 im Erfurter Panorama-Palast seine Uraufführung. Da sich viele Schauspieler des Films im Zuge der Biermann-Ausbürgerung 1976 mit Biermann solidarisierten bzw. die DDR verließen, lief der Film nur kurze Zeit in den Kinos.
Drehort: Berlin: Alexanderplatz (auch Pressecafé, S-Bahnbrücke), Anlage am Fernsehturm, Fischerinsel, Karl-Liebknecht-Straße, Klosterstraße, Rathausstraße, Marx-Engels-Paltz, Palast der Republik (Berlin), Kino Kosmos, Hotel am Mühlendamm.

Hut ab, wenn du küsst!

DDR 1971 | Genre: Komödie, Musikalisches Lustspiel
Darsteller: Angelika Waller, Alexander Lang, Rolf Römer, Heide Kipp, u.a.
Regie: Rolf Losansky
Filmlänge: ca. 87 Minuten
Alternativtitel: Des Widerspenstigen Zähmung
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Der Ingenieur und Testfahrer Fred kann sich mit dem Beruf seiner Freundin Petra nicht abfinden. Sie ist Automechanikerin und er der Meinung, dies schade ihrer Weiblichkeit. Da Petra ihre Arbeit liebt und nicht bereit ist, sie gegen eine „weibliche“ einzutauschen, kommt es ständig zu Streit – bis der Trubel der Leipziger Messe, auf die Petra unversehens gerät, der anachronistischen Einstellung Freds ein Ende bereitet. Und zwar durch Eifersucht. Er muss erleben, dass der zauberhaft aussehenden Freundin die Männer scharenweise den Hof machen. Und wäre Petras Liebe zu ihm nicht so groß, dann hätte seine späte Einsicht auch nichts genützt.
Info: Eine DEFA-Komödie ums Thema Gleichberechtigung der Frau, die sich in und um Leipzig anno 1971 zuträgt. Gedreht wurde in Leipzig, u.a. auf dem Messegelände.

Im Himmel ist doch Jahrmarkt

DDR 1968 | Genre: Liebeskomödie
Darsteller: Angelika Waller, Regina Beyer, Christel Bodenstein, Heidrun Polack, u.a.
Regie: Rolf Losansky
Filmlänge: ca. 81 Minuten
Alternativtitel: Spring, wenn du kannst; Hochzeit in den Wolken
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)*
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Amor spielt eine gewichtige Rolle in dieser Geschichte um fünf junge, hübsche Sportlerinnen, die vom Himmel fallen – sozusagen direkt in die Arme netter junger Männer. Dem Trainer der Fallschirmspringerinnen ist das gar nicht recht, da ein bevorstehender internationaler Leistungsvergleich die ganze Kraft seiner Schützlinge fordert. Er verlangt Enthaltsamkeit in der Liebe. Dennoch gelingt es den Männern nach allerlei Abenteuern, die Mädchen zu erobern. Am Ende ist auch der Trainer zufrieden, denn seine Mädchen erreichen im Sport ihr Ziel.
Info: Aufgepeppt wird der Film durch kleine Episoden mit bekannten Komödianten jener Zeit wie Eberhard Cohrs und Gerd E. Schäfer und der liebenswerten Trickfigur Amor. Die Musik komponierte Gerd Natschinski.
*Am 17. Mai 1946 erhielt die Deutsche Film AG (abgekürzt DEFA) die Lizenz für die „Herstellung von Filmen aller Kategorien“.