Lützower

DDR 1972 | Genre: Historienfilm

Darsteller: Jürgen Reuter, Herta Knoll, Lew Prygunow, Karl-Heinz Liefers, u.a.
Regie: Werner W. Wallroth
Filmlänge: ca. 93 Minuten

Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Juni 1813. Ein Trupp der Lützower dringt unter Führung des Hauptmanns Friesen in das Haus eines Kaufmanns ein und erbeutet dort die französische Kriegskasse Napoleons. Dabei gerät Hauptmann Friesen in französische Gefangenschaft, die den sicheren Tod bedeutet. Doch Friesen gelingt die Flucht. Marie, die Tochter des Kaufmanns, liebt Friesen und weiß von einer hinterlistigen Falle gegen die Lützower. Mit Hilfe eines Tricks schafft sie es bis zur Truppe, um diese zu warnen. Doch Major Lützow glaubt Ihr nicht und führt einen Teil der Truppe in den Hinterhalt.
Info: Das Lützowsche Freikorps wurde im Februar 1813 mit offizieller Billigung unter dem Namen Königlich Preußisches Freikorps als reguläre Truppe des preußischen Heeres gegründet. Es bestand aus patriotisch gesinnten Freiwilligen aus allen deutschen Landen, die gegen Napoleon kämpfen wollten. Zu den bekannten Mitgliedern zählten die Leipziger Turner Friedrich Ludwig Jahn und Karl Friedrich Friesen. Der Film, der nach einem Theaterstück von Hedda Zinner entstand, weicht von der realen Geschichte ab. Während sich der Überfall auf die sächsische Kleinstadt (in Wirklichkeit war es Kahla in Thüringen) tatsächlich ereignet hat, ist die Verschwörung sächsischer Tuchhändler und preußischer Generalität gemeinsam mit den Franzosen Fiktion.
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Tanz am Sonnabend – Mord?

DDR 1962 | Genre: Kriminalfilm
Darsteller: Johannes Arpe, Ruth Kommerell, Rudolf Ulrich, Gerry Wolff, u.a.
Regie: Heinz Thiel
Filmlänge: ca. 87 Minuten
Alternativtitel: Hof der Geheimnisse; Brand in der Christnacht
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: An einem Sonnabend im Februar des Jahres 1960 wird der Tanz im Dorfkrug jäh unterbrochen. Die Scheune des Bauern Paul Gäbler brennt, ihn selbst findet man erhängt. Es stellt sich schnell heraus, daß es Mord war, obwohl Sägewerksbesitzer Züllich das Gerücht verbreitet, Gäbler habe sich erhängt, weil er in die LPG gezwungen wurde. Dabei ist Züllich nicht nur als Feind der neuen Ordnung mitverdächtig. Die Kriminalisten Schneider und Anders kämpfen sich durch einen Berg politischer und privater Motive und Indizien, bis sie den Schuldigen durch exakte Rekonstruktion der Tat zum Geständnis bringen.
Info: Der spannende Krimi spielt vor dem Hintergrund der am 31. Mai 1960 abgeschlossenen Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR. Am 31. Mai 1960 war die 1952 nach sowjetischem Vorbild begonnene Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR offiziell abgeschlossen. In den drei Monaten des „Sozialistischen Frühlings“ 1960 wurden die letzten 400.000 Landwirte, von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, in Landwirtschaftliche Produktions-Genossenschaften gezwungen.

Die Hexen von Salem

Frankreich/DDR 1957 | Genre: Theaterverfilmung, Historiendrama

Darsteller: Simone Signoret, Yves Montand, Sabine Thalbach, Michel Piccoli, u.a.
Regie: Raymond Rouleau
Filmlänge: ca. 116 Minuten
Alternativtitel: Hexenjagd (BRD) | Originaltitel: Les sorcières de Salem (FR)

Produktionsfirma: Films Borderie S.A. (C.I.C.C.), Pathé Cinema (Paris), DEFA (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray

Inhalt: 1692 bricht in Salem, Massachusetts, der Hexenwahn aus. Anstifterin ist Abigail, die Nichte von Pastor Parris und Magd im Haus der frommen puritanischen Farmer Elisabeth und John Proctor. John, der schon seit einiger Zeit nicht mehr das Bett mit seiner kränklichen Ehefrau teilt, ist für die verführerische Abigail ein leichtes Opfer. Elisabeth wird zur Rivalin, denn John soll ihr ganz allein gehören. Als Pastor Parris ekstatisch tanzende Mädchen nachts im Wald überrascht, erfinden sie aus Scham und Angst vor Strafe die wahnsinnige Ausrede, dass sie unschuldig vom Teufel besessen seien und beschuldigen etliche Bürger von Salem der Hexerei. Auch Elisabeth Proctor wird angeklagt. So nimmt eine unheilvolle Hexenjagd ihren Lauf…
Info :„Eine sorgfältige und gelungene Umsetzung von Millers Theaterstück mit expressiver Kamera und hervorragenden Schauspielern, die den klaren Dialogen Sartres eindrucksvolles Leben verleihen. Ein spannender, intensiver Thesenfilm.“ (Lexikon des internationalen Films)
Das Mediabook umfasst zwei Blu-rays und enthält die DDR-Kinofassung von „Die Hexen von Salem“ (ca. 115 Minuten) und die Langfassung, d.h. die DEFA-Kinofassung inklusive der 1957 entfernten Szenen, die im französischen Original enthalten sind (ca. 144 Minuten; z.T. Französisch mit deutschen Untertiteln).
Auszeichnung: X. Internationales Filmfestival Karlovy Vary (1957): Preis für hervorragende Gestaltung komplizierter menschlicher Charaktere an Simone Signoret u. Yves Montand.

Der Kahn der fröhlichen Leute

Deutschland (Ost) 1949 | Genre: Liebeskomödie, Binnenschifffahrt

Darsteller: Petra Peters, Fritz Wagner, Joachim Brennecke, Paul Esser, u.a.
Regie: Hans Heinrich
Filmlänge: ca. 91 Minuten

Produktionsfirma: DEFA Deutsche Film-Aktiengesellschaft (Berlin/Ost)
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Nach dem Tod ihrer Eltern will Marianne allein den an sie übergegangenen Kahn in Betrieb halten. Doch mit dem neuen Maschinisten verkracht sie sich. Zum Glück kommen drei wandernde, arbeitslose Musikanten des Weges, die ihr zur Seite springen und aus allerlei Nöten helfen.
Info: Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Jochen Klepper, der sich 1942 mit seiner jüdischen Frau das Leben nahm, zeigt der Film die Elbe noch als einen Fluss, der die beiden frisch gegründeten deutschen Nachkriegs-Staaten verbindet und nicht trennt.

Chingachgook – Die große Schlange

DDR 1967 | Genre: Indianerfilm
Darsteller: Gojko Mitić, Rolf Römer, Helmut Schreiber, Jürgen Frohriep, u.a.
Regie: Richard Groschopp
Filmlänge: ca. 92 Minuten
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray
Inhalt: Englische Truppen wollen 1740 die nordamerikanischen Kolonien der Franzosen gewinnen. Die von den Franzosen gegen die Delawaren aufgehetzten Huronen entführen Häuptlingstochter Wahtawah, die Chingachgook versprochen ist. Mit dem weißen Freund Wildtöter will er sie befreien. Skalpjäger kommen ihnen in die Quere. Chingachgook wird von den Huronen gefangen, versucht vergeblich, sie vom Krieg abzuhalten. Die Engländer schlagen die Huronen, deren Häuptling den Frieden erklärt. Chingachgook, Wildtöter und Wahtawah kehren zurück.
Info: Verfilmung des Abenteuerromans von James F. Cooper, in dem der Wildtöter zusammen mit dem Sohn des letzten Mohikaner-Häuptlings Chingachgook die vom Stamme der Huronen geraubte Squaw Wathawa befreien will. Gedreht wurde in Bulgarien und der Tschechoslowakei in Landschaften, die Nordamerika ähnelten.

Alter Kahn und junge Liebe

DDR 1957 | Genre: Liebeskomödie

Darsteller: Alfred Maack, Erika Dunkelmann, Götz George, Gustav Püttjer, u.a.
Regie: Hans Heinrich
Filmlänge: ca. 80 Minuten
Alternativtitel: Sonne über den Seen

Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Auf dem Frachtkahn von Schiffer Borchert lastet eine Hypothek. Um die schneller abzuzahlen und seinem Sohn Karl ein besseres Leben ermöglichen zu können, hat Borchert sein Schiff überladen. Karl hingegen interessiert sich eigentlich gar nicht für den Kahn, sondern mehr für die hübsche Schiffbau-Studentin Anne, die sich auf dem Frachtkahn ihres Vaters Vollbeck vom anstrengenden Studium erholt. Dort ist sie auch dem Schlepper-Kapitän Richter ins Auge gestochen, der er ausgiebig den Hof macht.
Info: Harmlose DEFA-Unterhaltung auf der Havel zwischen Berlin und Waren an der Müritz mit einem jungen Götz George in der Rolle des unwilligen Nachwuchsschiffers, der Gefallen an Maria Häussler gefunden hat. Regisseur Hans Heinrich hatte sich sieben Jahre zuvor mit dem „Kahn der fröhlichen Leute“ bereits in ähnlichen Milieu bewegt. Damals schon mit dabei war Alfred Maack, der hier Georges Vater spielt. Nicht zu verwechseln mit dem Roy-Black-Schlagerfilm „Alter Kahn und junge Liebe“ aus dem Jahr 1973.

Einfach Blumen aufs Dach

DDR 1978 | Genre: Komödie

Darsteller: Martin Trettau, Barbara Dittus, Lars Jung, Jaecki Schwarz, u.a.
Regie: Roland Oehme
Filmlänge: ca. 91 Minuten

Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Berlin im Jahr 1978. Hochspannungsmonteur Hannes Blaschke und seine Frau Maxi, Busfahrerin, haben Familienzuwachs bekommen: Zwillinge. Das stellt sie vor ein Problem. Ihr Trabant ist zu klein, um die große Familie, zu der noch zwei Söhne und ein Hund gehören, aufzunehmen. Hannes‘ Brigade weiß Rat. Gemeinsam sehen sie sich auf einem Autoschrottplatz der Handelszentrale nach einem größeren Wagen um und entdecken dort einen zum Verschrotten abgegebenen Repräsentationswagen der sowjetischen Marke „Tschaika“.
Info: Mit „Einfach Blumen aufs Dach“ gelang Regisseur Roland Oehme eine weitere heitere DEFA-Komödie, in die das Publikum strömte. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit dem Schriftsteller Rudi Strahl (1931 – 2001), der zu den erfolgreichsten Dramatikern der DDR gehörte.
Der Film wurde von Kritikern als beste Komödie des Jahres 1979 gewählt. Zu diesem Erfolg trug neben der Geschichte das großartige Darstellerensemble bei: „Besetzung, Führung und Arbeit der Schauspieler sind im Einzelnen wie im organischen Ensemblespiel außerordentlich gut“, urteilte Klaus Wischnewski in „Film und Fernsehen“ (7/1979).