Revue um Mitternacht

DDR 1962 | Genre: Revuefilm

Darsteller: Christel Bodenstein, Manfred Krug, Werner Lierck, Claus Schulz, u.a.
Regie: Gottfried Kolditz
Filmlänge: ca. 104 Minuten

Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Um ein Revuefilm-Projekt in die Gänge zu bekommen, verfrachtet Produzent Otto Kruse die Beteiligten in eine abgelegene Villa. Doch aus der erhofften kreativen Atmosphäre wird erst mal nichts, Lethargie macht sich breit und die ersten der Anwesenden schmieden Fluchtpläne. Einzig der junge Komponist Alexander Ritter kann mit einem Feuerwerk an Ideen aufwarten. Und warum er das tut, wird auch ziemlich schnell klar: er will die adrette Produktionsassistentin Claudia beeindrucken.
Info: Der Film wurde im 4-Kanal-Magnetton und Breitwandformat gefertigt unter den Arbeitstiteln „Prügelknaben“ und „Keiner will’s kalt“ gedreht. Er hatte am 7. Juli 1962 im Berliner Kino Colosseum seine Premiere. In einer Revueszene singen unter anderem Julia Axen, Helga Brauer, Fanny Daal, Hartmut Eichler, Fred Frohberg und Günter Hapke. Im Film sind Tänzer des Balletts der Deutschen Staatsoper zu sehen. Es spielen das DEFA-Sinfonieorchester und das Tanzorchester des Berliner Rundfunks.
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Geboren unter schwarzen Himmeln

DDR 1962 | Genre: Familienchronik, Geschichte
Darsteller: Barbara Dittus, Fred Düren, Eberhard Esche, Jürgen Frohriep, u.a.
Regie: Achim Hübner
Filmlänge: ca. 400 Minuten (Gesamt)
Arbeitstitel: 13 Schornsteine
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Beim Bau des größten Unternehmens der Chemieindustrie 1916 lernen sich die beiden kennen. 1945 kehrt Walter aus dem KZ zurück, das Gertrud nicht überlebt hat. Dazwischen liegen zwei Weltkriege, Streiks und Verhaftungen, Arbeitslosigkeit und Inflation, der Tod des gemeinsamen Sohnes, Naziherrschaft und ist dennoch auch eine Liebesgeschichte.
Info: ein Fernsehroman des DFF in fünf Folgen von Jutta Bartus und Rudolf Böhm. Die dramatische Erzählung von Walter und Gertrud Frenzel ist auch die Geschichte der Leunawerke.

Wie füttert man einen Esel?

DDR 1974 | Genre: Fernfahrerkomödie, Roadmovie
Darsteller: Manfred Krug, Karla Chadimová, Fred Delmare, Kati Bus, u.a.
Regie: Roland Oehme
Filmlänge: ca. 95 Minuten
Alternativtitel: Erdbeeren aus Bulgarien
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Fernfahrer Fred hat entlang seiner Routen etliche Liebesaffären, die er gern immer wieder auffrischt. Bei einer Tour nach Bulgarien fällt Beifahrer Orje nach einem Unfall in Prag aus. Die flotte Tschechin Jana setzt durch, dass er sie an Orjes Stelle mitnimmt. Der Mann gefällt ihr, und so plagt sie sich mit dem Schwerlaster und damit ab, Freds Aufmerksamkeit zu gewinnen. Doch der will sein Adressenbüchlein Station für Station „abarbeiten“, wobei ihn Jana einfallsreich stört. Langsam schwindet sein Ärger und auf der Rückfahrt kommen sie im Prunkbett eines ungarischen Schlosses zusammen.
Info: Wie schon ein Jahr zuvor in Herrmann Zschoches Film „Weite Straßen – Stille Liebe“ spielte Manfred Krug die Rolle des Fernfahrers, die ihm dann in der BRD in der Serie „Auf Achse“ große Popularität brachte. Das freche Roadmovie wird begleitet von beliebten Rock-Bands der 1970er-Jahre, wie der Klaus Renft Combo, Phönix, Impuls 73, Illés und Günther Fischer. Gedreht wurde an Originalschauplätzen in Prag, Budapest und Bukarest.

Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus

DDR 1977 | Genre: Märchenfilm, Parabel
Darsteller: Hans-Joachim Frank, Dieter Franke, Rolf Ludwig, Katrin Martin, u.a.
Regie: Egon Schlegel
Filmlänge: ca. 92 Minuten
Untertitel: Der Teufel mit den drei goldenen Haaren
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: Jakob wird wegen seiner notorischen Ängstlichkeit regelmäßig verspottet. Nun soll er einen Brief an den Hof des Königs bringen, wird aber von Räubern abgefangen, die ihm damit das Leben retten: In dem Brief wird Jakobs Hinrichtung angeordnet, weil man ihn für einen Rebellen hält. Aus Mitleid tauschen die Räuber den Brief aus und ordnen die Heirat Jakobs mit der Prinzessin an. Der König ist zornig und befiehlt dem Schwiegersohn, ihm drei Haare des Teufels zu besorgen.
Info: der Film wurde in Potsdam und Orten im heutigen Landkreis Potsdam-Mittelmark gedreht. Einzelne Szenen entstanden auf Schloss Wiesenburg und am Kähnsdorfer See, während andere Szenen im Atelier in Potsdam-Babelsberg gedreht wurden. Frei nach den Gebrüdern Grimm.

Lützower

DDR 1972 | Genre: Historienfilm

Darsteller: Jürgen Reuter, Herta Knoll, Lew Prygunow, Karl-Heinz Liefers, u.a.
Regie: Werner W. Wallroth
Filmlänge: ca. 93 Minuten

Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD

Inhalt: Juni 1813. Ein Trupp der Lützower dringt unter Führung des Hauptmanns Friesen in das Haus eines Kaufmanns ein und erbeutet dort die französische Kriegskasse Napoleons. Dabei gerät Hauptmann Friesen in französische Gefangenschaft, die den sicheren Tod bedeutet. Doch Friesen gelingt die Flucht. Marie, die Tochter des Kaufmanns, liebt Friesen und weiß von einer hinterlistigen Falle gegen die Lützower. Mit Hilfe eines Tricks schafft sie es bis zur Truppe, um diese zu warnen. Doch Major Lützow glaubt Ihr nicht und führt einen Teil der Truppe in den Hinterhalt.
Info: Das Lützowsche Freikorps wurde im Februar 1813 mit offizieller Billigung unter dem Namen Königlich Preußisches Freikorps als reguläre Truppe des preußischen Heeres gegründet. Es bestand aus patriotisch gesinnten Freiwilligen aus allen deutschen Landen, die gegen Napoleon kämpfen wollten. Zu den bekannten Mitgliedern zählten die Leipziger Turner Friedrich Ludwig Jahn und Karl Friedrich Friesen. Der Film, der nach einem Theaterstück von Hedda Zinner entstand, weicht von der realen Geschichte ab. Während sich der Überfall auf die sächsische Kleinstadt (in Wirklichkeit war es Kahla in Thüringen) tatsächlich ereignet hat, ist die Verschwörung sächsischer Tuchhändler und preußischer Generalität gemeinsam mit den Franzosen Fiktion.

Tanz am Sonnabend – Mord?

DDR 1962 | Genre: Kriminalfilm
Darsteller: Johannes Arpe, Ruth Kommerell, Rudolf Ulrich, Gerry Wolff, u.a.
Regie: Heinz Thiel
Filmlänge: ca. 87 Minuten
Alternativtitel: Hof der Geheimnisse; Brand in der Christnacht
Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD
Inhalt: An einem Sonnabend im Februar des Jahres 1960 wird der Tanz im Dorfkrug jäh unterbrochen. Die Scheune des Bauern Paul Gäbler brennt, ihn selbst findet man erhängt. Es stellt sich schnell heraus, daß es Mord war, obwohl Sägewerksbesitzer Züllich das Gerücht verbreitet, Gäbler habe sich erhängt, weil er in die LPG gezwungen wurde. Dabei ist Züllich nicht nur als Feind der neuen Ordnung mitverdächtig. Die Kriminalisten Schneider und Anders kämpfen sich durch einen Berg politischer und privater Motive und Indizien, bis sie den Schuldigen durch exakte Rekonstruktion der Tat zum Geständnis bringen.
Info: Der spannende Krimi spielt vor dem Hintergrund der am 31. Mai 1960 abgeschlossenen Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR. Am 31. Mai 1960 war die 1952 nach sowjetischem Vorbild begonnene Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR offiziell abgeschlossen. In den drei Monaten des „Sozialistischen Frühlings“ 1960 wurden die letzten 400.000 Landwirte, von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, in Landwirtschaftliche Produktions-Genossenschaften gezwungen.

Die Hexen von Salem

Frankreich/DDR 1957 | Genre: Theaterverfilmung, Historiendrama

Darsteller: Simone Signoret, Yves Montand, Sabine Thalbach, Michel Piccoli, u.a.
Regie: Raymond Rouleau
Filmlänge: ca. 116 Minuten
Alternativtitel: Hexenjagd (BRD) | Originaltitel: Les sorcières de Salem (FR)

Produktionsfirma: Films Borderie S.A. (C.I.C.C.), Pathé Cinema (Paris), DEFA (Potsdam-Babelsberg)
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray

Inhalt: 1692 bricht in Salem, Massachusetts, der Hexenwahn aus. Anstifterin ist Abigail, die Nichte von Pastor Parris und Magd im Haus der frommen puritanischen Farmer Elisabeth und John Proctor. John, der schon seit einiger Zeit nicht mehr das Bett mit seiner kränklichen Ehefrau teilt, ist für die verführerische Abigail ein leichtes Opfer. Elisabeth wird zur Rivalin, denn John soll ihr ganz allein gehören. Als Pastor Parris ekstatisch tanzende Mädchen nachts im Wald überrascht, erfinden sie aus Scham und Angst vor Strafe die wahnsinnige Ausrede, dass sie unschuldig vom Teufel besessen seien und beschuldigen etliche Bürger von Salem der Hexerei. Auch Elisabeth Proctor wird angeklagt. So nimmt eine unheilvolle Hexenjagd ihren Lauf…
Info :„Eine sorgfältige und gelungene Umsetzung von Millers Theaterstück mit expressiver Kamera und hervorragenden Schauspielern, die den klaren Dialogen Sartres eindrucksvolles Leben verleihen. Ein spannender, intensiver Thesenfilm.“ (Lexikon des internationalen Films)
Das Mediabook umfasst zwei Blu-rays und enthält die DDR-Kinofassung von „Die Hexen von Salem“ (ca. 115 Minuten) und die Langfassung, d.h. die DEFA-Kinofassung inklusive der 1957 entfernten Szenen, die im französischen Original enthalten sind (ca. 144 Minuten; z.T. Französisch mit deutschen Untertiteln).
Auszeichnung: X. Internationales Filmfestival Karlovy Vary (1957): Preis für hervorragende Gestaltung komplizierter menschlicher Charaktere an Simone Signoret u. Yves Montand.