Opfergang

Deutschland 1942-1944 | Genre: Melodram, Literaturverfilmung
Darsteller: Carl Raddatz, Kristina Söderbaum, Irene von Meyendorff, Franz Schafheitlin, u.a.
Regie: Veit Harlan
Filmlänge: ca. 98 Minuten
Produktionsfirma: Ufa-Filmkunst GmbH (Berlin)
Verfügbarkeit: DVD/Blu-ray
Inhalt: Nach der Hochzeit mit seiner Cousine Octavia zieht Albrecht Froben in ein Haus, in dessen Nachbarschaft die attraktive Aels lebt. Ihre Freundschaft wird von Octavia akzeptiert. Nachdem Aels an einem alten Leiden erkrankt und bettlägerig ist, reitet Albrecht jeden Morgen an ihrem Fenster vorbei und grüßt sie durch eine bestimmte Geste. Als er selber wegen einer Typhuserkrankung dem Tode nahe ist, übernimmt Octavia das morgendliche Ritual, damit Aels sich nicht sorgt.
Info: Der Film wurde 1942/43 in Berlin, Wannsee, Potsdam, Hamburg, Rügen und auf Hiddensee gedreht, kam jedoch erst im Dezember 1944 zur Uraufführung. Nach der gleichnamigen Novelle von Rudolf G. Binding.
Anfang der 1940er Jahre war der hohe Stellenwert des Films in Deutschland ungebrochen. Der enorme Produktionsaufwand der neuen Farbfilme sollte die Leistungsfähigkeit der deutschen Filmindustrie auch in Kriegszeiten demonstrieren. Um Kosten zu sparen, drehte Veit Harlan IMMENSEE und OPFERGANG als Doppelproduktion. Die Dreharbeiten zu IMMENSEE begannen im Juni 1942, die zu OPFERGANG zwei Monate später. In beiden Melodramen spielten Carl Raddatz und Harlans Frau Kristina Söderbaum die Hauptrollen.
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5 Gedanken zu “Opfergang

    1. Um die hohen Kosten einer Farbfilmproduktion zu senken, inszenierte Regisseur Harlan seine beiden Agfacolor-Filme „Immensee“ und „Opfergang“ nach der in Hollywood üblichen back-to-back – Technik gleichzeitig. Ursprünglich sollte sogar noch ein dritter Film, „Pole Poppenspäler“ nach Theodor Storms Novelle dazugehören, doch erhob Goebbels Einspruch dagegen, und Harlan ließ dieses Vorhaben fallen. Die Dreharbeiten beider Film wurden im Frühjahr 1943 beendet, gelangten aber an unterschiedlichen Terminen zur Uraufführung: „Immensee“ am 17. Dezember 1943 in Berlin, „Opfergang“ ein Jahr später am 8. Dezember 1944 im stark zerstörten Hamburg.

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      1. Wenn man sich das so überlegt, dass die Filme mitten im Krieg gedreht wurden und im Film nur „friedliche“ Natur zu sehen ist…

        Ich glaube, die erste richtige Verfilmung von Pole Poppenspäler war irgendwie in den 60ern, wenn ich mich nicht irre.

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