Titanic 1943 (DVD)

DVD

Produktdetails
Sprachen: Deutsch Dolby Digital 1.0
Bildformat(e): 1.33:1 (4:3)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Laufzeit: ca. 85 Minuten
Regionalcode: 2
Anbieter: Universum Film
Veröffentlichung: 13.06.2005
Bonusmaterial: Film-Essay von Günther Pflaum (ca. 15 Min.), Kinotrailer (ca. 2 Min.)
Film
Die Jungfernfahrt des Riesendampfers endet 1912 in dem größten Schiffsunglück aller Zeiten. Ohne Rücksicht auf die Passagiere steuert der Kapitän auf Befehl des Reeders auf den gefährlichen Nordkurs Richtung New York. An Bord befindet sich eine bunte Gesellschaft: echte und falsche Lords, Reiche und Arme, Gelehrte und Auswanderer. Zum Beispiel die junge Dänin Sigrid Olinsky, die auf unrechtmäßigen Pfaden zu großem Reichtum gelangt ist. Oder Lord und Lady Astor, die Gegenspieler Ismays, der deutsche Gelehrte Bergmann, ein Auswandererehepaar und eine kleine Maniküre. Erst in der Katastrophe zeigen alle ihr wahres Gesicht unter der Oberfläche festlichen Glanzes erscheint die wahre Persönlichkeit…
Anmerkung: Eigentlich sollte der 1942 gedrehte Titanic ein ganz typischer Film der NS-Zeit werden, großes Unterhaltungskino, das seine in diesem Fall anti-britische Propaganda in die Geschichte einer der größten Katastrophen unseres Jahrhunderts einfließen lässt. Doch schon die Dreharbeiten wurden von einer Tragödie überschattet, die einen Skandal heraufbeschwor. Der Regisseur Herbert Selpin hatte sich auf Grund von Schwierigkeiten beim Drehen in der Öffentlichkeit ziemlich geringschätzig über die Wehrmacht geäußert und wurde, weil er diese Bemerkungen nicht zurücknahm, in ein Gestapo-Gefängnis gebracht, in dem er sich erhängte. Fertiggestellt wurde der Film dann von Werner Klingler.
Er erlebte erst relativ spät, am 10.11.1943, im besetzen Paris seine Uraufführung. In der Zwischenzeit hatte sich zwar nichts im Verhältnis zu den Briten geändert, sie waren immer noch der Feind, der in Titanic auf perfide, die Tatsachen verfälschende Weise denunziert wird, aber die grundsätzliche Situation des Dritten Reiches war eine andere. Die militärische Lage hatte sich entscheidend verschlechtert. Goebbels befürchtete nun, dass diese Geschichte vom Untergang des berühmten Luxusdampfers die Stimmung im Volk negativ beeinflussen würde und verbot den Film. So kam Titanic erst im Februar 1950 in die bundesdeutschen Kinos und wurde sofort wieder, diesmal von den Westalliierten, verboten.
Vom TV-Sender History wurde 2012 eine Dokumentation mit dem Titel „Nazi Titanic“ produziert, die in Deutschland unter dem Titel „Goebbels‘ Titanic – Geschichte eines Propagandafilms“ gesendet wurde.
Bildquelle: Royal of Classic Movie
Buch: Titanic (1943)
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